Konzert Samstag 11.Februar 2012

Konzert: Segeln durch Töne des Mittelmeers
Samstag 11.2.2012, Gartensaal, Schloss Karlsruhe, 20.00 Uhr
Kammermusik / Liederabend mit dem Ensemble kLANGdIVERS
und dem Samsonowski-Apostolou Piano Duo
im Rahmen der Ausstellung "KYKLADEN" im Badischen Landesmuseum.
Jeferson Samsonowski -Klavier
Nastasja Dokalu -Sopran
Barbara Graf -Cello
Despina Apostolou -Klavier
www.klangdivers.com
Werke: G. Fauré
, M. De Falla, N.Harizanos,
M.Hadjidakis
8. Mittelmeersoiree Mythos Flamenco

8. Mittelmeersoiree 2011
Thema: Mythos Flamenco
Lesereihe "Nahe Ferne - ferne Nähe"
Gino Chiellino
Mittwoch 31. März
2010, 20 Uhr Stadtbibliothek Karlsruhe, (Lesecafe),
76133 Karlsruhe
"Landschaften aus Menschen und Tagen"
Gino Chiellino,
geb. 1946 in Carlopoli (Calabrien), als viertes Kind einer Weberin und
eines Landwirtes. 1966-1971 studierte er Italianistik und Soziologie an
der „Sapienza“ .
Eine Auswahl von Gedichten aus
seiner neuesten Sammlung
„Landschaften
aus Menschen und Tagen“
die auf Erfahrungen aus seinem Leben
in
Deutschland zurückgehen.
Lesereihe2009/2010 im Rahmen der Ausstellung:
„Gastarbeiter in Deutschland – Zuwanderung nach Karlsruhe“
Die Ausstellung macht deutlich, welche kulturelle Vielfalt unsere Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch Migration und Wanderung entwickelt hat. Auch in der deutschen Literatur spiegelt sich dies wider. Früher als „Gastarbeiterliteratur“ und später als „Migrationsliteratur“ bezeichnet, wird heute verstärkt der Begriff der „interkulturellen Literatur“ verwendet. Der Kulturwechsel oder das Leben in mehreren Kulturen prägt die Themen und Sprachbilder der Autoren und Autorinnen und gibt den poetischen Konzepten der deutschsprachigen Literatur interkulturelles Leben und einen multikulturellen ästhetischen Ausdruck.
Mit unserer Literaturreihe „Nahe Ferne – Ferne Nähe“ wollen wir Ihnen mit neun verschiedenen Lesungen Beispiele dieser literarischen Richtung präsentieren. Die Autoren und Autorinnen sind Menschen, die als Arbeitsmigranten, Flüchtlinge oder als Studierende aus den unterschiedlichsten Ländern nach Deutschland kamen. Für ihre literarische Arbeit bedienten sie sich der deutschen Sprache, die sie lieben gelernt haben. Ihre Romane, Erzählungen und Gedichte zeichnen sich durch die von verschiedenen Kulturräumen geprägten Sichtweisen und neuen Perspektiven aus. Sie sind wichtige Repräsentantinnen und Repräsentanten der gegenwärtigen deutschsprachigen Literatur.
Internet: www.karlsruhe.de/kultur/stadtgeschichte/stadtmuseum.de
LESUNG RIAD KASSAB ABDAHLLAH SABBAH
Riad Kassab Abdallah Sabbah
Mittwoch, 24. Februar 2010, 20 Uhr. HABIBI SHISHA CAFE, AMALIENSTR. 44, 76133 Karlsruhe
"Die hohe Kunst Kriege zu verkaufen"

Im Bild: Raid Sabbah (1.v.r.)
Raid Sabbah berichtete über sein Dokumentafilm über "Die hohe Kunst Kriege zu verkaufen"
Lesung Marica Bodrozic
Mittwoch, 30. September 2009, 19.30 Uhr Ständehaus, Ständehausstr. 2, 76133 Karlsruhe
„Sterne erben, Sterne färben“
Bis zu ihrem zehnten Lebensjahr wurde Marica Bodrozic von ihrem Großvater in Svib in Dalmatien aufgezogen. Erst 1983 zog sie zu ihren bereits seit den 1960er Jahren in Deutschland lebenden Eltern. Von diesem Zeitpunkt an erlernte sie die deutsche Sprache. Nach einer Ausbildung als Buchhändlerin holte sie ihr Abitur auf dem Abendgymnasium nach und studierte danach in Frankfurt am Main Kulturanthropologie, Psychoanalyse und Slawistik. Ihr literarisches Debüt trug den Titel „Tito ist tot“, wofür sie 2002 den Heimito-von-Doderer- Preis erhielt. Marica Bodrozic schreibt Gedichte, Erzählungen, Romane, Essays und macht auch Übersetzungen. 2007 wurde ihr erster Dokumentarfilm, den sie zusammen mit der Filmemacherin Katja Gasser gedreht hat, ausgestrahlt. (Das Herzgemälde der Erinnerung. Eine Reise durch mein Kroatien). Sie schrieb das Drehbuch und war Co-Regisseurin. Neben einer Reihe von weiteren Preisen, erhielt sie 2007 den Förderpreis Literatur zum Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste. 2008 wurde Bodrozic mit dem Initiativpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet. Marica Bodrozic lebt heute als freie Schriftstellerin in ihrer Wahlstadt Berlin
Lesen wird Marica Bodrozic aus ihrem 2008 mit dem „Kulturpreis Deutsche Sprache“ ausgezeichneten Buch „Sterne erben, Sterne färben“. „Es dokumentiert ihre Liebe zur deutschen Sprache und beschreibt ihren Weg von den Lücken zu den Wörtern, vom stockenden Atem zum Leben selbst. Dieser Abend wird faszinierend durch die immer vibrierende Spannung zwischen der Welt der Herkunft und der Vermittlung in der deutschen Sprache.“ FAZ (c) Marko Lipus / www.literaturfoto.net
Veranstalter: Der Internationale Mittelmeer-Kreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Karlsruhe

Im Bild: Marica Bodrozic
Lesung Saliha Scheinhardt
Mittwoch, 21. Oktober 2009, 19 Uhr Ständehaus , Ständehausstr. 2, 76133 Karlsruhe
„Schmerzensklänge“
Die Autorin Saliha Scheinhardt, geboren in Konolya/Anatolien als Tochter einer Arbeiterfamilie, kam als junges Mädchen 1967 in die Bundesrepublik Deutschland. Ihr Lebensweg in der Emigration begann in den Hallen von Textilfabriken, ihr Aufstieg war erfüllt von harten Kämpfen, da sie weder einen Schulabschluss noch eine Berufsausbildung hatte. Und doch begann sie 1971 als junge Mutter und vollzeitbeschäftigt über eine Sonderbegabtenprüfung mit dem Lehramtsstudium. 1978 begann ihre akademische Laufbahn als wissenschaftliche Mitarbeiterin, später lehrte sie an der Universität Frankfurt. 1980 begann sie zu schreiben. 1985 promovierte sie mit einer Arbeit über den Islam in der Türkei und in der Diaspora. Im selben Jahr bekam sie den hoch dotierten Literaturpreis der Stadt Offenbach und wurde damit die erste Stadtschreiberin ausländischer Herkunft in Deutschland. 1993 bekam sie die „Friedenssilbermedaille“ der Stadt Seligenstadt für ihren humanitären und politischen Einsatz in ihren Werken. 1996 wurde ihr die Bronzemedaille der Stadt Alzenau für ihr Werk und ihren Einsatz für Völkerverständigung und für multikulturelles Zusammenleben verliehen.
Für unsere Lesereihe wird Saliha Scheinhardt aus ihrem neuesten Buch „Schmerzensklänge“ lesen. Ein Roman nach einer wahren Begebenheit. In den Neunzehnhundertneunzigern wird eine Gruppe von jungen Mädchen in der Türkei als Terroristinnen verdächtigt und festgenommen. Es folgen tagelange Folter und Erniedrigungen. Doch es gelingt den jungen Mädchen, ihre Peiniger vor Gericht zu stellen. Erstmals in der Geschichte der Türkei wird nach diesem Prozess von den Richtern Folter unter Strafe gestellt. „Ich will mich mit „Schmerzensklänge“ persönlich dafür einsetzen, dass nie mehr und nirgends auf der Erde Menschen Folter erfahren müssen, nie mehr!
Dafür aber brauchen wir Menschen, die NEIN! sagen.
Veranstalter: Internationaler Mittelmeer-Kreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Karlsruhe

Lesung Eleonora Hummel
Mittwoch, den 11. November 2009, 19 Uhr Ständehaus, Ständehausstr. 2, 76133 Karlsruhe
„Die Venus im Fenster“
Eleonora Hummel .Sie wurde 1970 in Zelinograd, Kasachstan, geboren und entdeckte schon früh die Liebe zur Literatur, obwohl sie ihren ersten Roman, den sie mit zehn Jahren schrieb, alsbald wieder verbrannte und sich erst Jahre später wieder mit dem Schreiben beschäftigte. 1982 kam sie in die damalige DDR und absolvierte dort ihren Schulabschluss. Danach machte sie in der DDR eine Lehre zur Physiklaborantin und eine Ausbildung als Fremdsprachensekretärin. Sie begann 1995 literarisch tätig zu werden und veröffentlichte Prosabeiträge und Artikel in zahlreichen Zeitschriften. Für Ihre Arbeiten erhielt sie Preise und Stipendien.
Ihr erstes Romanmanuskript erschien 2005 unter dem Titel „Die Fische von Berlin“. Hierfür erhielt sie 2006 den Adelbert-von- Chamisso-Förderpreis der Robert Bosch Stiftung. Ihr Nachfolgeprojekt „Die Venus im Fenster“ erschien in diesem Jahr und bescherte ihr ein weiteres Literaturstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
In ihrem zweiten Roman, „Die Venus im Fenster“, erzählt sie wieder autobiographisch von ihrer Familie, von der Suche nach Wurzeln, Identitäten und dem noch nicht Loslassen können. Es sind Episoden vom realen Leben im Sozialismus, die rückblickend ein wenig naiv und auch komisch wirken. Eine russlanddeutsche Familie siedelt in den neunzehnhundertachtziger Jahren in das vermeintlich Gelobte Land, die damalige DDR über. Die Realität dort sieht jedoch völlig anders aus und ändert sich noch einmal, als Ende der neunzehnhundertneunziger Jahre die Mauer fällt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Alina, die zur russischen Deutschen wird und zu sich selbst findet. Eleonora Hummel gelingt es vom ersten Augenblick an, den Leser aus der Gegenwart in ihre bewegte Welt des Kindseins zu ziehen. So schafft sie es, die eigenen Erinnerungen der Kindheit wieder aufblühen zu lassen.
Literarischer Abend Suleman Taufiq
Mittwoch, 2. Dezember 2009, 19 Uhr Im Ständehaus (Stadtbibliothek), Ständehausstr. 2, 76133 Karlsruhe
„Was weißt du von mir!“
Suleman Taufiq (*1953 in Beirut) ist Schriftsteller aus Syrien, Übersetzer und Herausgeber arabischer Literatur. Er wuchs in Damaskus auf und besuchte dort die Schule. Nach dem Abitur 1971 kam er nach Deutschland und studierte dort Philosophie und Komparatistik. Er lebt in Aachen und setzt sich unermüdlich für die Vermittlung zwischen der arabischen und der europäischen Kultur ein.
Dies vor allem im Bereich der Literatur und Musik. 1978 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband auf Deutsch. Seit Ende der neunzehnhundertsiebziger Jahre beschäftigt er sich mit der deutschsprachigen Literatur von Ausländern in Deutschland und gibt Bücher zu diesem Thema heraus. Neben Erzählungen und Essays veröffentlicht er Gedichte und übersetzt viele arabische Werke ins Deutsche, sowie zahlreiche deutsche Dichter ins Arabische. 1983 erhielt er den Walter-Hasenclever-Preis der Stadt Aachen, 1990 ein Arbeitsstipendium für Schriftsteller des Kultusministeriums in NRW.
Suleman Taufiq ist ein Autor, der sich in beiden Welten bewegt, der deutschen wie der arabischen. Auf seinen Streifzügen begegnen wir Menschen, die sich zwischen zwei verschiedenen Kulturen befinden. Beim Versuch, sich in ihrer neuen Welt zu orientieren, geraten sie in Konflikt, weil die neuen Bedingungen und Wünsche sich nicht mit den in der Kindheit erlebten Werte- und Pflichtvorstellungen vereinbaren lassen. Suleman Taufiq zeigt in seinen Gedichten und Erzählungen, dass persönliche Identität – von vielfältigen Eindrücken, Erinnerungsfetzen und Fantasien unterlaufen – heute mehr und mehr zu einer Illusion wird. Doch die Geschichten sind auch eine Art Liebeserklärung an die Fremde, die im Laufe der Zeit immer vertrauter wird. Humorvoll wird erzählt, wie die Protagonisten dieser Fremde allmählich heimische Gefühle entwickeln.
Veranstalter: Der Internationale Mittelmeer-Kreis in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek. Literarischer Abend Suleman Taufiq
Mittelmeerstädte: Schmelztiegel der Kulturen
Der Internationale Mittelmeer-Kreis Karlsruhe e.V. startete am Mittwoch, dem 28. November 2007 um 19.30 Uhr mit der Städtereihe unter dem Motto: "Mittelmeerstädte - Schmelztiegel der Kulturen".
Die Lesungen fanden im Lesecafé der Stadtbibliothek, im Neuen Ständehaus, Ständehausstrasse 2, 76133 Karlsruhe statt. Die Lesungen wurden musikalisch umrahmt. Im Anschluss wurden kleine internationale Köstlichkeiten gereicht.
VEIT HEINICHEN, (Kriminalbuchautor - Commissario Laurenti), der über die Stadt TRIEST berichtete (siehe Foto).

Im Bild: Veit Heinichen
Mittelmeer Soirée: Zwischen Rausch und Religion -Die Rebe
7.Mittelmeersoiree
Gartensaal des Badischen Landesmuseums, Schloss Karlsruhe.
Eine spannende literarische Collage, mit Erlesenem und Kuriosem rund um die Rebe.
Um kaum ein anderes Gewächs ranken sich so viele Geschichten, Gedichte und Lieder. Umrahmt von berühmten Opernarien
über den Wein entführt die kurzweilige literarische Collage in die vielfältige Welt der Rebe und ihres Saftes.
Süffig mit blumigem Bouquet und voller unerwarteter Nuancen werden dem Zuhörer Kostproben,
Raritäten und Sentenzen aus über 2000 Jahren Weinliteratur gereicht.
Dabei kommen Dichter und Denker ebenso zu Wort wie Theologen, Juristen und Mediziner.
Ergänzt durch die Verkostung von Weinen aus dem Mittelmeerraum unter der fachkundigen Anleitung eines Sommeliers,
ein kulinarisches Event mit erlesenen Köstlichkeiten aus dem Mittelmeerraum und
eine musikalische Umrahmung der Sonderklasse.
Austellungsführung ISLAMISCHE KERAMIK
11. März 2007: Fotos Impressionen Austellungsführung ISLAMISCHE KERAMIK aus der Sammlung des Badischen Landesmuseums Karlsruhe. Führung: Schoole Mostafawy
Mehr Bilder finden Sie in dem Fotoalbum unten.